• Kapitel 1

    Eine Entdeckung an der Schipfe und der Turm von Montaigne

    Am 18. Dezember 2010 machte ich an der Schipfe in Zürich eine Entdeckung, die den Anstoss zu dieser Website gab. Mit Mirjam spazierte ich…

  • Kapitel 2

    Blick auf die Fraubrik und eine Glace nach der Messe

    Ich bin 1953 auf dem Kanapee eines Arbeiterhauses an der Hauptstrasse in Grellingen im Laufental zur Welt gekommen. Mein Vater war Werkmeister in der…

  • Kapitel 3

    Die Hühner der Frau Hofer und die Freude am Altar

    Anfang der sechziger Jahre wechselte die Mutter in das Schappe-Werk Angenstein bei Aesch im Baselbiet, und wir zogen nach Aesch in eine Arbeitersiedlung der…

  • Kapitel 4

    Barocke Pracht und antike Heiterkeit

    Ende 1966 musste alles ganz schnell gehen. Pfarrer und Lehrer hatten mich für den Priesterberuf vorgesehen. Ob ich selber je diesen Berufswunsch geäussert habe,…

  • Kapitel 5

    Ora et labora und eine Todesahnung

    Eigenartigerweise habe ich kaum mehr Erinnerungen an den Religionsunterricht an der Stiftsschule. An einer Klosterschule würde man eigentlich die Thematisierung von Glaubensfragen erwarten. Doch…

  • Kapitel 6

    Vom katholischen zum kirchlichen Kosmos

    Nach der Matura liess ich mir Zeit, bis ich das Theologiestudium begann. Vielleicht war ich noch nicht ganz oder nicht mehr ganz überzeugt vom…

  • Kapitel 7

    Sinnieren am See und die anthropologische Wende

    Nach einem Jahr verliess ich das Priesterseminar. Damals war das ein unüblicher Schritt. Ich zog in ein winziges Zimmer im Keller eines Mehrfamilienhauses hinter…

  • Kapitel 8

    Theologische Floskeln oder Die Nachtigall und die Lerche

    In Freiburg hatte ich das Milieu verlassen, das nur auf Kirche und Theologie ausgerichtet war. Ich studierte jetzt an einer Universität mit dem ganzen Spektrum…

  • Kapitel 9

    Das Trojanische Pferd der unfrommen Denkart

    Meine Vertiefung in die christlichen Glaubensvorstellungen aus geschichtlicher Perspektive brachten mir die erstrebte Klarheit über die christliche Ideenwelt. Sie hatten aber Nebenwirkungen, die dem…

  • Kapitel 10

    Die Entzauberung der Welt und der Flug mit dem Gleitschirm

    Schon lange vor den Geschichtswissenschaften ist der christliche Glaube von den Naturwissenschaften relativiert und in Frage gestellt worden. Das Thema Natur hat mich immer…

  • Kapitel 11

    Skeptische Ignoranz und Licht hinter dem Dunkel

    Am Anfang der Philosophie stand das Staunen. Im Staunen sahen Aristoteles und Platon den Ursprung ihrer Disziplin. Staunen stellt sich ein, wenn bisher Selbstverständliches…

  • Kapitel 12

    Die Konstruktion der Wirklichkeit und das gekühlte Glaubensfeuer

    Die „theologia negativa“ und das Verständnis Gottes als „Nichts“ war, wie es mir damals schien, wenig geeignet als Glaubensgrundlage für den Priesterberuf. So wie…

  • Kapitel 13

    Warum Priester aussterben – eine Arbeit ohne Ende

    Das wissenssoziologische Erklärungsmodell bescherte mir erhellende Einsichten, beseitigte aber nicht die Distanz zu meinem ursprünglichen Berufsziel, dem Priestertum. Dieses ursprüngliche Berufsziel machte ich mir…

  • Kapitel 14

    Das Gottesreich auf Erden und neuer Wein in alten Schläuchen

    Ein Weg, dem Priesterberuf auch in der säkularen Welt weiterhin Geltung und Bedeutung zu verschaffen, besteht in der Strategie, das traditionelle Priesterverständnis weltlich umzudeuten….

  • Kapitel 15

    Der Glaube an den Glauben oder Orthodoxie ohne Duft und Farbe

    Ein anderer Weg, den Priesterberuf in die säkulare Welt zu retten, wäre gewesen, sich erst gar nicht auf diese säkulare Welt einzulassen, sondern weiter…

  • Kapitel 16

    Religion als Erfahrung und Geschmack für das Unendliche

    Da weder eine säkulare Umdeutung noch ein heroisches intellektuelles Opfer meinen entzauberten Glauben retten konnten, erwog ich noch einen dritten Weg, jenen der Religion…

  • Kapitel 17

    Das Herz schlägt für den Narren

    Das Thema Religion als Erfahrung fand ich sehr ergiebig, und ich hätte ihm noch lang nachforschen können. Einer Frage nachzuspüren und Zusammenhänge zu entdecken,…

  • Kapitel 18

    Das Licht der Medienwelt und der Ritt auf einem toten Pferd

    Mit dieser „ent-entfremdenden“ Wirkung der Religion konnte ich mich anfreunden. Sie entsprach meiner skeptischen Gesinnung und sie war auch eine vorteilhafte Voraussetzung für das…

  • Kapitel 19

    Mystische Reizblockade und die Entstehung der Welt im Kopf

    Ich nahm den Faden wieder auf, wo ich ihn beiseite gelegt hatte, als ich beruflich auf einen anderen Weg einbog. Damals hatte mich die…

  • Kapitel 20

    Schönheit liegt im Auge des Betrachters und die Erkenntnis eines Bischofs

    Die Vertiefung in die Fragen der Wahrnehmung der Realität weckte bei mir die Erinnerung an ein Aha-Erlebnis in meiner Studentenzeit während einer Bahnfahrt nach…

  • Kapitel 21

    Der Lampengeist im Wald und die Stufen des Bewusstseins

    Die Beschäftigung mit den Erkenntnissen der Hirnforschung und der Erkenntnistheorie hat mich zurückgeführt zum Thema, das mich im Studium so intensiv beschäftigt hat, und…

  • Kapitel 22

    Das Gottesmeer und ein Mönch auf dem Scheiterhaufen

    Was aber ist die Ewigkeit? Was der Autor des Zitats „Die Realität lügt …“ mit Ewigkeit meint, konnte ich nicht herausfinden. Ich stelle mir unter…

  • Kapitel 23

    Der Tropfen im Wein und Staunen über das Mysterium

    Das Verständnis Gottes als der Wirklichkeit hinter aller Wirklichkeit machte ich zur Grundlage meines Wirkens als Seelsorger. Ich sah in ihm den roten Faden,…